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Querkraftproblematik bei Tellerankern und Querkraftscheibe

Telleranker nach DIN 18195 bzw. Richtzeichnung Kap14 verstehen sich aufgrund Ihrer Konstruktion als Verankerungen, die ausschließlich Zugkräfte aufnehmen können. Dies erklärt sich dadurch, dass das die Abdichtung durchdringende Verbindungsgewindestück im Bereich der elastischen Abdichtung Querkräfte nicht durch Abscheren, sondern nur durch Biegung abtragen kann. Diese Biegung führt zu überproportional erhöhten Spannungen an der Einspannstelle des Gewindeteiles, welche aus dem geringen Widerstandsmoment der Schraube resultieren. Als Folge der Biegung verringert sich auch die Bemessungszugkraft der Verankerung erheblich (siehe Bild links und Bild unten).


Um dieser Problematik entgegen zu wirken haben wir die Querkraftscheibe entwickelt, welche in unseren schrägzugtauglichen Tellerankern Anwendung findet. Die Ankerstange wird im Bereich der Abdichtung durch eine massive Scheibe verstärkt, welche unmittelbar auf dem Festflansch bzw. bei Sanierungsankern auf dem Beton aufliegt und zusätzlich im Losflansch eingepannt ist. Dadurch wird jegliche Biegung auf die Schraube verhindert, so dass die Querkräfte als Abscheren auf das Gewindeteil wirken. Für eine solche Belastung sind Schrauben gut geeignet (siehe Bild links und Bild unten).


Telleranker mit Querkraftscheiben können somit wesentlich höhere Querkräfte aufnehmen als herkömmliche Telleranker. Das Versagen der Konstruktion ist nicht mehr wie bisher in der Überlastung der Schraube durch Biegung zu erwarten, sondern in der Regel im Betonausbruch der Kappe. Die tatsächliche Querkraftaufnahme eines Tellerankers ist somit abhängig vom gewählten Randabstand zum Schrammbord.





 
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